BLBS: Pressemitteilung zur didacta 2018 hilfreich

Die Pressemitteilung der Deutschen Messe zum didacta Bildungsgipfel vom 20. bis 24. Februar 2018 in Hannover enthält einen Link zum Download mit dem Titel: „Berufsbildung 4.0: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.

Feststellungen des BLBS zur Berufsschule:

  • Deutlich weist der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS) darauf hin, dass der Bund nicht für die sächliche und personelle Ausstattung der beruflichen Schulen zuständig ist, das ist Aufgabe der Bundesländer. Hier fordert der BLBS seit langem die Aufhebung des Kooperationsverbotes.
  • Festzustellen ist, dass die Berufsschulen nicht in allen Bundesländern gleich gut mit digitalen Medien ausgestattet sind. So sind beispielsweise die beruflichen Schulen in Baden-Württemberg aufwändig mit Lernfabriken ausgestattet worden, Bayern stellt bis 2020 zusätzlich zu den genehmigten Stellen 66 Millionen Euro für die Zukunftsinitiative Berufliche Bildung zur Verfügung. Hier fordert der BLBS seit langem mehr Geld von allen Ländern.

„Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat zusammen mit dem BLBS errechnet, dass allein die Berufsschulen von morgen 500 Millionen Euro jährlich für die Digitalisierung benötigen“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS). „Berufsschulen müssen im so genannten DigitalPakt#D, mit dem Bund und Länder die digitale Ausstattung aller Schulen finanzieren wollen, in den nächsten fünf Jahren von den geplanten 5 Milliarden allein 2,5 Milliarden Euro erhalten“.

Es geht hierbei nicht um die Ausstattung mit digitalen Endgeräten, da sich digitale Bildung in der beruflichen Bildung nicht auf den Einsatz digitaler Medien reduziert. Vielmehr werden bei der Bearbeitung digitalisierter Arbeits- und Geschäftsprozesse reale digitalisierte Arbeitsmittel (Maschinen, Software usw.) zum Bildungsmedium. Für diesen Unterricht sind die Lehrkräfte an beruflichen Schulen gut ausgebildet, bilden sich laufend fort und erarbeiten dazu geeignete Unterrichtskonzepte, in denen das Potential des digitalen Lernens ausgeschöpft wird.

„Berufliche Schulen sind in Zeiten, in denen Industrie 4.0 im Vordergrund steht, als dualer schulischer Partner in der Berufsausbildung die wichtigsten Akteure und sorgen für eine zukunftsweisende Bildung unserer Schülerinnen und Schüler“ , so der BLBS-Vorsitzende Eugen Straubinger.