Bildungsmonitor 2017: Indikatoren zur beruflichen Bildung positiv bewertet

„Wir freuen uns, dass alle Indikatoren zur beruflichen Bildung im Bildungsmonitor 2017 positiv bewertet worden sind“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).

Der Bildungsmonitor wird jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) herausgegeben. Bewertet wird, inwieweit die Bundesländer z.B. das Wachstum fördern oder was sie zur Fachkräftesicherung beitragen.

Anerkennung der beruflichen Bildung
So zeigt sich, dass die Berufsausbildung in Deutschland maßgeblich am Erfolg des Geschäftsmodells Deutschland beteiligt ist. Das duale Berufsbildungssystem hat einen positiven Einfluss auf den Übergang von der Schule in den Beruf und trägt wesentlich zur niedrigen Jugendarbeitslosenquote bei. International erfährt die deutsche berufliche Bildung große Anerkennung und steigende Nachfrage.

Die Betriebe werden wegen der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Trends der Jugendlichen, ein Studium aufzunehmen, vor große Probleme gestellt, geeignete Kandidaten in Ausbildungsberufen mit technischem Hintergrund zu finden.

Bestandsranking der Bundesländer
Das Bestandsranking der Bundesländer weist große Unterschiede auf. Es gibt Auskunft über den Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen zur Erhöhung des Ausbildungsplatzangebotes und der Abschlussquoten. Hier ergeben sich deutliche Unterschiede. Bayern: 73,7 Punkte, Baden-Württemberg: 56,9 Punkte, Hessen: 42,5 Punkte und Nordrhein-Westfalen: 18,4 Punkte.

Forderung des BLBS
„Die Studie zeigt, dass die Länder deutlich bei der Lehrerversorgung und gerade im Rahmen der Digitalisierung bei der sächlichen Ausstattung der beruflichen Schulen nachbessern müssen. Das ist eine jahrelange Forderung des BLBS“, so Straubinger. Sie muss endlich einmal gehört werden!