BLBS sieht sich in der DIHK-Umfrage bestätigt

Die Industriebetriebe schätzen besonders die exzellent ausgebildeten Facharbeiter. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der neuen DIHK-Umfrage „Industriestandort Deutschland“. Wörtlich heißt es darin: „Insbesondere das duale System der Berufsausbildung leistet einen wichtigen Beitrag für eine breite und fundierte Qualifizierung.“

„Endlich erfolgt auch durch die Industrie eine Bestätigung für unsere Arbeit. Insbesondere die größeren Unternehmen bewerten das Niveau der Fachkräfte als Standortfaktor mit der Note 2,2.“ Darüber freut sich im Namen aller Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS), anlässlich der heute veröffentlichten DIHK-Umfrage.

Auszubildende gesucht
Deutlich schlechter bewerten die Unternehmen allerdings die Verfügbarkeit von geeigneten Fachkräften, die zu einem ernsten strukturellen Problem wird. Immer mehr Industrieunternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden. Auch darauf hat der BLBS schon mehrfach hingewiesen. Auch das Institut der Wirtschaft in Köln hat im Jahr 2017 eine Verdopplung der Arbeitskräftelücke im Bereich der MINT-Facharbeiterberufe beziffert.

Digitalisierung ausweiten
Die Einführung von „Industrie 4.0“ stellt im Rahmen der Digitalisierung große Herausforderungen an die Betriebe. Hier muss und will die Berufsschule Vorreiter sein, da die Mitarbeiter auch in diesem Bereich fit sein müssen, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben. So wie die Industriebetriebe es fordern, ist die Ausstattung der beruflichen Schulen mit Breitband-Anbindung daher eine wichtige oft wiederholte Forderung des BLBS.