Qualitätsmanagement als Führungsaufgabe in der Berufsbildung

Am 02.12.2013 hat die Österreichische Referenzstelle für Qualität in der Berufsbildung (ARQA) internationale Bildungsexperten und Vertreterinnen und Vertreter von Berufsschullehrerverbänden zur 5. Qualitätsnetzwerk-Konferenz nach Wien eingeladen. Für den BLBS nahm der stellvertretende Bundesvorsitzende, Stefan Nowatschin, teil, der auch für die internationalen Kontakte zuständig ist.

Evaluationsinstrument „Peer-Review“

Im Rahmen der Konferenz stellten Vertreter des österreichischen Bildungsministeriums und teilnehmende berufliche Schulen das externe Evaluationsinstrument „Peer-Review“ vor (mehr Informationen unter: www.peer-review-in-qibb.at).

Vorträge namhafter Professoren

Es folgten Vorträge von Prof. em. Dr. Rolf Dubs (Universität St. Gallen) über „Die Führung einer Schule unter dem Aspekt des Distributed Leadership“, von Prof. Dr. Ada Pellert (Deutsche Universität für Weiterbildung in Berlin) über „Die Besonderheiten der Organisationskultur in Bildungseinrichtungen und die speziellen Anforderungen an Führung“ und von Prof. Dr. Herbert Altrichter (Johannes Kepler Universität Linz) zum Thema „Was bedeuten Veränderungen in der Systemsteuerung für die Arbeit von Schulleitungen?“.

Netzwerkgespräche und Diskussionen

Die nachfolgenden Netzwerkgespräche und Diskussionen über die Impulsreferate zeigten auf, dass in den speziell deutschsprachigen Ländern mit dualer Berufsausbildung das schulische Qualitätsmanagement ähnlich weit entwickelt ist. In den angebotenen vier Workshops hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich zu den nachfolgenden Themen intensiv auszutauschen und voneinander zu lernen:

  1. Führungsgrundsätze und deren Umsetzung in der Praxis.
  2. Schule auf dem Weg zur lernenden Organisation?
  3. Evidenzbasierte Führung und Feedback.
  4. Aus- und Weiterbildungsplanung an Schulen.

Wichtiges Ergebnis: Lehrer sind zuständig

Speziell der letztgenannte Workshop, ausgerichtet von Cornelia Wagner (Humboldt Universität Berlin) und Matthias Döbler, Qualitätsbeauftragter des Oberstufenzentrums Informations- und Medizintechnik in Berlin Neukölln, zeigte, welche Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit zwischen Universität und einer berufsbildenden Schule erwachsen können. Das vorgestellte Personalmanagementkonzept des Berliner Oberstufenzentrums beeindruckte die Anwesenden und regte zur Diskussion an. Grundtenor war, dass das Schlüsselmerkmal für „gute Schule“ bzw. „guten Unterricht“ bei den pädagogischen Akteuren liegt. Die Lehrkräfte müssen in ihrer professionellen Kompetenz weiterentwickelt werden. Alle Anwesenden waren sich einig, dass verbesserte Rahmenbedingungen und weitere Ressourcen zu Personalentwicklung für weitere Qualitätssteigerungen nötig sind!

Weitere Informationen und die Tagungsdokumentation finden Sie unter: www.arqa-vet.at