Zukunft der Modellversuche

Die Förderperiode der Modellversuche in der beruflichen Bildung läuft 2014 aus. Der BLBS erhielt als stellvertretendes Mitglied im Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) die Gelegenheit an der Tagung teilzunehmen. Ziel für den BLBS - vertreten durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dr. Sven Mohr - war es dabei, die Interessen des Dualpartners Berufsschule in der neuen Förderperiode stärker als bisher zu verankern.

Beschlüsse des BIBB-Hauptausschusses vorbereitet

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Förderschwerpunkte fortgeführt und neu ausgerichtet. Um die Beschlussfassung des BIBB-Hauptausschusses zur Neuausrichtung der Modellversuche vorzubereiten, hatte das Bundesinstitut am 21. November vorrangig verschiedene Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen. Die Modellversuche des BIBB zur beruflichen Bildung werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und haben einen starken Fokus auf betriebliche Fragestellungen. So war es auch nicht verwunderlich, dass auf der Tagung in Bonn viele Arbeitgeberverbände vertreten waren. Bereits die Anlage der Veranstaltung ließ die Vermutung zu, dass die bisherigen Förderschwerpunkte weiter Bestand haben würden.

Die Tagung begann mit einem Rückblick auf die bisherigen Modellversuche mit den Förderschwerpunkten:

  • Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsbildung,
  • Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung,
  • Neue Wege in die duale Ausbildung – Heterogenität als Chance für die Fachkräftesicherung und ANKOM 2 – Gestaltung von Übergängen.

Insgesamt wurden über 50 einzelne Modellversuche in den Förderschwerpunkten durchgeführt.

Dualpartner Berufsschule als notwendiger Kooperationspartner nötig

Nachdem die Modellversuche zur beruflichen Bildung der Kultusministerkonferenz (KMK) nicht mehr bundesweit koordiniert werden, gibt es nur noch wenige Bundesländer, die Modellversuche zur Berufsbildung an den Schulen durchführen. Insbesondere die kleinen Bundesländer haben oft nicht genügend Ressourcen für sinnvolle Modellversuche und eine länderübergreifende Koordination hat sich nicht etabliert. So schaute der BLBS neidvoll auf die breite Unterstützung des BIBB zu Modellversuchen in der beruflichen Bildung mit Ausrichtung auf den betrieblichen Lernort. Eine Verankerung des Dualpartners Berufsschule als notwendiger Kooperationspartner für zukünftige Modellversuche lässt sich sicherlich nicht erreichen, dazu fehlen neben den Komplementärmitteln umfangreiche Abstimmungen mit den Ländern. Erschwert wird dies durch die Entsendung der Ländervertreter für die berufliche Bildung im BIBB-Hauptausschuss aus den Ministerien für die betriebliche Berufsausbildung und nicht aus den für die Berufsschule zuständigen Kultusbehörden.

Workshops

Auf den am Nachmittag stattfindenden Workshops zu allen Förderschwerpunkten gelang es zumindest in den Workshops zur Inklusion, Nachhaltigkeit und Qualität den Dualpartner Berufsschule umfangreich ins Gespräch zu bringen. Unterstützung gab es dabei von den Akteuren der aktuellen Modellversuche, die als eine Bedingung für das Gelingen vieler Modellversuche eine enge Lernortkooperation und Beteiligung der Berufsschulen nannten.