Bildungsforum 2013
Ländervergleich 2012: Ergebnisse zu Mathematik und Naturwissenschaften in der Sekundarstufe I

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) führte im Auftrag der Kultusministerkonferenz die Ländervergleichsstudie der Bundesländer 2012 für Mathematik und Naturwissenschaften in der Sekundarstufe I durch. Prof. Dr. Hans Anand Pant, Direktor des IQB in Berlin, hat auf dem Bildungsforum des Landes Schleswig-Holstein am 12. November 2013 die wesentlichen Ergebnisse vorgestellt.

„Im Rahmen ihrer Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring hat die Kultusministerkonferenz die regelmäßige Durchführung von Ländervergleichen beschlossen. Ziel der Ländervergleichsstudien ist es festzustellen, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die für die Länder verbindlichen nationalen Bildungsstandards erreichen und den Ländern Rückmeldung zu geben, in welchen Bereichen Steuerungsbedarf besteht. Ein Ländervergleich wird in der Sekundarstufe I alle drei Jahre durchgeführt und gibt den Ländern Rückmeldungen über das von den Schülerinnen und Schülern in ihren Schulen erreichte Kompetenzniveau in den getesteten Bereichen. Am Ländervergleich 2012 nahmen deutschlandweit etwa 50.000 Schülerinnen uns Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus über 1300 Schulen teil.“ (Zitat aus der Einladung)

Bei der Vorstellung der Ländervergleichsstudie wurde ein Schwerpunkt auf die unterschiedlichen Ergebnisse gelegt. Die Erklärungsversuche zeigten die vielfältigen Aspekte bei der Beantwortung der Fragen, warum z. B. die neuen Bundesländer erheblich besser abgeschnitten haben oder warum in den Studien die Städte immer wieder signifikant schlechter abschneiden. Einfache Antworten, wie der Hinweis auf die Migrationsquote sind nicht ausreichend gewesen, um die vielfältigen Unterschiede zu erklären. Um in den Ländern sinnvolle schulpolitische Entscheidungen treffen zu können, setzte sich Prof. Pant für weiterführende Unterrichtsforschung ein.

In fachspezifischen Foren wurden anschließend unter den gut 150 Teilnehmern aus der Schulpraxis, der Wissenschaft sowie der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung diskutiert, welche Einflüsse aus den Ergebnissen des Ländervergleichs im Unterricht auf der Ebene der Lehrkräfte und der Fachkonferenzen umsetzbar sind. Als Vertreter aus den berufsbildenden Schulen interessierte mich vor allem die Ausrichtung des Forschungsansatzes und des Unterrichts an die Anforderungen im Beruf und in der Ausbildung. Diese Frage konnte vor allem in den Foren diskutiert werden und fand bei den Lehrkräften große Beachtung.

Sven Mohr