Der BLBS auf der Bildungskonferenz des Handwerks

BildungskonferenzModeration: Dr. Beate Kramer - Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH), Michael Kiwall - Malermeister Dortmund, Sabrina Schuster - DIHK-Bildungs-GmbH, Dr. Sven Mohr - BLBS, Prof. Dr. Ute Clement - Universität Kassel.

Am 14. und 15. Oktober 2013 fand die 15. Bildungskonferenz der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk in Berlin statt. Das Motto der Jubiläumsveranstaltung war „Bildung: Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Die Veranstaltung wurde eingeführt durch eine Diskussionsrunde zu dem Motto, an der auch unsere Schriftleiterin für die Verbandszeitschrift, Prof. Dr. Ute Clement, teilgenommen hat. Neben den weiteren Diskutanten Raimund Becker von der Bundesagentur für Arbeit und Holger Schwannecke vom Zentralverband des deutschen Handwerks konnte Prof. Clement wichtige Impulse setzen. Ihr gelang es wirkungsvoll, die Perspektive immer wieder auf die heterogenen Jugendlichen und die sehr individuellen und unterschiedlichen Herausforderungen im Übergang von der allgemeinbildenden Schule in den Beruf zu lenken. Dass dies nicht nur ein Problem der Jugendlichen ist, sondern vor allem auch eine Herausforderung der Ausbildungsbetriebe, blieb nicht unausgesprochen.

Nach der Diskussionsrunde am Morgen teilte sich das Forum in vier Vortragsreihen und einen Workshop. Die Themen waren „Nachwuchs international – MEHR Mobilität fördern, MEHR Fachkräfte gewinnen“; „Möglichkeiten, Strategien, Erfolge – MEHR Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf“; „Gemeinsam für Ausbildung – MEHR Kompetenz und Offenheit“; „Wenn Weniger MEHR ist – Arbeit und Leben in die Balance bringen“ sowie „Innovative Wege der Personalgewinnung“.

Besonders eingebracht hat sich der BLBS in der Vortragsreihe „Gemeinsam für Ausbildung“. In der Diskussionsrunde „Ausbildungspersonal starkmachen für die Ausbildung – KMU unterstützen“, haben Ute Clement und Sven Mohr, der den Bundesvorsitzenden Eugen Straubinger vertreten hat, Ideen und Anregungen aus der Sicht des Verbandes eingebracht, wie Ausbildung gemeinsam besser gelingen kann.

Zentrales Thema war „Jugendliche mit schlechten Startbedingungen“. Es wurde den Fragen nachgegangen, wie eine erfolgreiche Ausbildung von schwächeren Jugendlichen gelingen kann und worauf es bei erfolgreichen Ausbildern und Ausbilderinnen in den Betrieben aber ebenso auch bei den  Lehrern und Lehrerinnen in den Berufsschulen ankommt.

Am Rande der Tagung hat sich der Verband mit Ulrich Meinecke von der gerade neu eingerichteten Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) getroffen. U. Meinecke ist der zuständige Koordinator eines Teams von zurzeit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Gespräch wurde deutlich, dass bei den vielfältigen Beratungsaufgaben der Zentralstelle die Aspekte des Dualpartners Berufsschule oft nicht bedacht werden, obwohl sie aber ganz wesentlich dazu beitragen, dass die duale Ausbildung in Deutschland gelingt. Gerne hat Ulrich Meineke daher die Einladung angenommen, eine Berufsschule mit seinem Team zu besuchen.