BLBS: Urheberrechtlich geschützte Werke können endlich auch digital vervielfältigt werden!

Ab Januar 2013 können Lehrkräfte alle urheberrechtlich geschützten Inhalte aus Büchern und Unterrichtswerken analog und digital vervielfältigen und ihren Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen, wie der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS) heute bei der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) erfahren und unterstützt hat.

Grundlage für diesen neuen geänderten Vertrag war eine von den Lehrerverbänden vorgetragene Petition. Es gibt jetzt also keine Plagiatssoftware und keine Kontrollen mehr wie vorgesehen, sondern nur Schätzungen durch die Rechteinhaber.

Die neuen Regeln

Die Bildungs- und Schulbuchverlage und deren Autoren gestatten nach dem „Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 UrhG“ als Rechteinhaber jetzt den Lehrkräften

  • bis zu 10 Prozent, maximal aber 20 Seiten eines urheberrechtlich geschützten Werkes einzuscannen, auch solcher Werke, die nach 2005 erschienen sind,
  • die Kopien auf Datenträgern aller Art zu speichern,
  • sie im modernen Unterricht mit digitalen Medien zu nutzen,
  • die Texte selbst zu nutzen und
  • sie an die eigenen Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.

Das Ergebnis der Verhandlungen der deutschen Länder ist sehr gut so, da die Lehrkräfte nun eine sichere Rechtsgrundlage für ihr Handeln haben und die von den Verlagen vorgesehenen Kontrollen vom Tisch sind. Dafür zahlen die Länder ab dem kommenden Jahr eine jährliche Vergütung von neun Millionen Euro an den Verband der Bildungsmedien und die Verwertungsgesellschaften.

Der BLBS hält diese Regelung für ausgewogen, da sie sowohl den Verlagen, einem aktuellen zeitgemäßen Unterricht und auch den Schülerinnen und Schülern zu Gute kommt.