Gemeinsame Initiative zur Berufsbildung

Eine Delegation des BLBS nutzte die 3. Österreichische Konferenz für Berufsbildungsforschung vom 5. bis 6.7.12, um sich mit den Vorstandskollegen der österreichischen Partnerorganisation BMHS/GÖD, in Steyr zu treffen. Die Delegationen wurden von den Vorsitzenden Berthold Gehlert und Jürgen Rainer geleitet.

Ziel war es, die Zusammenarbeit der beiden Verbände zu intensivieren und zu stärken.

Man kam überein, die Europäische Union der unabhängigen Gewerkschaften, die Dachorganisation CESI (Confédération Européene des Syndicats Indépendants),gemeinsam für die Anliegen der Berufsbildung in die Pflicht zu nehmen. Dazu wollen sich die BMHS und der BLBS auf eine gemeinsame Initiative und Strategie verständigen.

Die Entwicklungen des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) werden in Österreich mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Dass bei den Zuordnungsfragen die Allgemeinbildung nach deutschem Vorbild (vorläufig) ausgeklammert wird, sehen die Berufsbildner in Österreich als interessante strategische Entscheidung. Man sieht auch dort die Zeit gekommen, das ruhende Verfahren durch klare Positionierung der berufsbildenden Verbände zu beleben und entscheidungsreif zu machen. Die Zuordnung der dualen Ausbildungsberufe könnten wie in Deutschland auf der Niveaustufe 4 erfolgen, die Abschlüsse, die man über die  mittleren und höheren berufsbildenden Schulen erreichen kann, entsprechend darüber.

Die Einblicke bei Schulbesuchen in Steyr und in Bad Ischl überzeugten die deutsche Delegation einmal mehr von der Leistungsfähigkeit der Höheren Berufsbildenden Schulen in Österreich. Durch die enge Kooperation mit der Wirtschaft wird eine hohe Anerkennung der Absolventen sichtbar.