Der
Bundesvorsitzende des BLBS, Berthold Gehlert, gratulierte bei einer
Festveranstaltung im Bundesrat dem neuen Präsidenten der
Kultusministerkonferenz (KMK), Dr. Ludwig Spaenle, zu seinem neuen Amt,
das der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus turnusmäßig
für das Jahr 2010 übernahm. Als „heimlichen Schwerpunkt“ seiner Arbeit
versprach er, sich besonders der beruflichen Bildung anzunehmen.
Der 1961 in München geborene Minister Spaenle ist seit 1994 Mitglied im
Bayerischen Landtag und leitet seit 2009 das Bayerische
Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Dem BLBS ist er nicht
unbekannt, hatte er doch erst im November 2009 beim 23. Deutschen
Berufsschultag in Bamberg die Festrede gehalten, die in der Ausgabe
1/2010 des Verbandsorgans „Die berufsbildende Schule“ ausführlich
vorgestellt worden ist.
Spaenles Ziele als KMK-Präsident
Dr. Ludwig Spaenle (CSU) will diese Zeit nutzen, um für die
bayerischen Positionen zu werben. Dazu gehören Themen wie das
gegliederte Schulsystem oder auch das föderale Bildungssystem, die
Weiterentwicklung der Bildungsstandards und die der Studiengänge
Bachelor und Master und die europäische Zusammenarbeit im Bereich der
Bildungs-, Forschungs- und Kulturpolitik.
Die KMK müsse beweglicher werden, so Spaenle, um trotz des
Bildungsföderalismus, der für die einzelnen Bundesländer eine
identitätsstiftende Wirkung hat und ein Exportschlager ist,
Gemeinsamkeiten zu vereinbaren. Diese seien bei den Bildungsstandards
für Haupt- und Realschulen schon erreicht, für das Abitur entstünden
diese gerade. Es müsse in Zukunft aber schneller gehandelt werden, um
unter anderem drei wichtige Themen zu realisieren: